Geschmack von Kindern

Geschmack von Kindern

Ich finde das der Mensch nicht von Natur aus auf Geschmäcker wie Zucker etc. ausgerichtet ist, sondern eher darauf durch die Ernährung in den ersten Lebensjahren trainiert wird.

Klar unsere Kinder essen auch Süßigkeiten und lieben es mal süße Sachen zu essen, aber es gibt dann auch die kleinen Eigenarten, die einen zum Nachdenken anregen.

Die beiden lieben diesen griechischen Sahnejoghurt, aber sobald ihnen jemand irgendwie was süßes wie Marmelade oder Honig rein macht wollen sie ihn nicht mehr essen.

Wenn ich ihnen Grießbrei koche mache ich auch keinen Zucker rein aber meist etwas Vanille oder Zitronenabrieb und das finden die beiden super.

Wenn ich so schaue was die beiden snacken unterscheidet sich das schon stellenweise stark von dem was andere Kinder manchmal bevorzugen.

Vielleicht liegt es auch daran, dass zum Beispiel Nüsse, Pastillar und Maiswaffeln immer frei zugänglich sind.

Das interessante ist die beiden wissen auch wo Gummibärchen sind und trotz ihrer großen Selbstständigkeit holen sie diese nicht einfach.

Ich denke mal ein anderer wichtiger Aspekt ist auch welche Ernährung die Kinder vorgelebt bekommen.

Es ist immer wieder lustig zu sehen wie die Leute einen anschauen, wenn Sophie mit gerade mal 3 Jahren durch ein Geschäft läuft, sich eine geräucherte Makrele schnappt laut Fisch sagt und freudestrahlend mit ihrer Beute zur Kasse geht.

Eine andere Erfahrung war als wir bei einer Kita- Veranstaltung Salat für alle gemacht haben mit den für uns üblichen Sachen wie Tomaten, Gurken, Champignons, Oliven, Mozzarella und andere leckere Sachen. Da kamen die anderen Eltern schauten in die Schüssel und fragten, das essen eure Kinder alles???

Ja, klar eure nicht???

Ne die essen so ziemlich Garnichts an Salat…die werden das bestimmt stehen lassen….

Naja, am Ende hat jedes Kind vom Salat gegessen, zwar nicht jedes Kind alle Zutaten, was aber vollkommen okay ist, wenn man Jahrelang gekonnt einen Bogen drumherum gemacht hat.

Was man immer wieder beobachtet, wenn Kinder nach dem ersten Versuch etwas nicht essen, nehmen die Eltern es weg und das Kind muss sich meist nie wieder wirklich damit auseinandersetzten. Das Problem an der Sache ist, dass Kinder bis zu SIEBEN Anläufe brauchen bevor sie manchmal etwas Neues probieren.

Bei neuen Sachen wie in der Spargelzeit der Spargel wurde er einfach immer wieder kommentarlos mit auf den Teller gelegt und irgendwann haben es beide probiert und essen es mittlerweile echt gerne. Das war genauso mit Muscheln. Ich persönlich mag keine Muscheln, klar esse ich sie mit, wenn sie irgendwo drin ist, aber ich brauche keinen Teller mit nur Muscheln. Luna hat schon beim zweiten Mal mitgegessen, Sophie hat erst bei 6-mal angefangen mit dem Papa Muscheln zu essen und mittlerweile streiten sie sich darum wer die letzte bekommt.

Ich persönlich denke mal, dass das schlimmste was man bei der Ernährung von Kindern falsch machen kann, ist, die Kinder quasi vor den „bösen“ Lebensmitteln zu schützen.

Aber Kinder sind zäh und wollen gefordert werden. Lassen Sie Ihr Kind sich mit der Paprika auseinander setzten, die es anschreit. Manchmal muss man erst mal eine Nacht drüber schlafen bevor man sich traut etwas zu wagen.

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